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Crazy Love
Seine neue Single "Haven´t Met You Yet" ist ja schon seit einiger Zeit im Radio zu hören, nun legt Michael Bublé mit seinem aktuellen Album "Crazy Love" nach. Dabei bleibt der sympathische Kanadier seinem bisherigen Erfolgskonzept treu und mischt weiterhin Swing- und Jazzklassiker mit ein bisschen Pop und eigenen Stücken.
Den Auftakt macht das gefühlvolle "Cry Me A River" mit dramatischer Orchesterbegleitung – hier kommt einmal mehr James-Bond-Feeling auf, ebenso wie beim Intro zu "Georgia On My Mind". Dazwischen das verspielte und swingende "All Of Me", garniert mit knackigen Bläsern. Ein erstes Highlight ist der Titelsong "Crazy Love", eine sehr gelungene Interpretation des Klassikers von Van Morrison, die genauso ins Ohr geht wie die schwungvolle Eigenkomposition "Haven´t Met You Yet".
Leider dosiert Bublé die Pop-Elemente auch diesmal recht sparsam. Es gibt nur noch einen weiteren eigene Song, die schöne Ballade "Hold On" – ansonsten dominieren Klassiker wie "You´re Nobody Till Somebody Loves You" und "At This Moment", die der Kanadier aber wie gewohnt mit seiner unvergleichlichen Stimme veredelt. Etwas Schwung bringt noch das leicht rockige "Heartache Tonight".
Der Sänger hat sich für dieses Album auch musikalische Gäste eingeladen. Bei "All I Do Is Dream Of You" stellen Naturally 7 den Backgroundchor, ebenso beim verträumten "Stardust", das ich übrigens mal gerne in einer reinen A-cappella-Version gehört hätte, denn die Jungs haben das ganz sicher drauf! "Baby (You´ve Got What It Takes)" ist ein mitreißendes Duett mit Sharon Stones, und beim Bonustrack "Whatever It Takes" wird Michael sogar von Ron Sexsmith, dem Verfasser des Songs selbst unterstützt. Als weiteren Bonus gibt es noch "Some Kind Of Wonderful", eine schöne Big-Band Version des Lovesongs von Carole King.
Auch wenn "Crazy Love" nicht den Wunsch mancher Fans nach mehr eigenen Stücken erfüllt, so bietet es doch ansonsten alles, was man von Michael Bublé erwarten kann – perfekt arrangierte Stücke, viel Gefühl und tollen Gesang. Ein insgesamt also durchaus gelungenes Album und gute sieben Sterne wert. Allerdings bin ich insgeheim überzeugt, dass Michael Bublé eigentlich noch mehr kann, und hoffe, dass er es irgendwann auch zeigt.
(Quelle: www.musicheadquarter.de )